Was tun bei Wespen?

Sie haben Wespen, Hornissen oder Bienen im Garten, Ihrer Garage oder im Rollladenkasten? Bitte bleiben Sie ruhig, denn die Tiere stellen grundsätzlich keine große Gefahr für den Menschen dar. Für die Entfernung solcher Insektennester ist daher auch nur in wenigen Ausnahmefällen die Feuerwehr zuständig! 

Ein Fall für die Feuerwehr?

Ob ein Insektennest ein Fall für die Freiwillige Feuerwehr oder doch eher für einen ausgebildeten Schädlingsbekämpfer ist, können Sie anhand des folgenden Schaubildes ganz leicht selbst ermitteln:

Landratsamt München

Informationen über die Beseitigung von Insektennestern in der Gemeinde Grünwald erhalten Sie vom Landratsamt der Stadt München. Dort ist die Untere Naturschutzbehörde für diesen Bereich zuständig und bietet eine kostenlose Beratung an:

Artenschutz!

Die Tötung von Wespen, Bienen, Hummeln, Hornissen sowie allen anderen wild lebenden Tierarten ist nach §39 BNatSchG verboten und wird in Bayern mit einem Bußgeld zwischen 5.000 EUR und 50.000 EUR geahndet! Ein Schädlingsbekämpfer der die Nester artgerecht umsetzt ist daher nicht nur für die Insekten die beste Option. 

Viele Schädlingsbekämpfer bieten einen 24/7-Notfalldienst an und sind somit auch an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr erreichbar! Daher entfällt die Unerreichbarkeit in der Regel als Grund für einen Feuerwehreinsatz!

Richtige Verhaltensweisen

Ähnlich wie in einem Brandfall gilt auch in der Nähe von Wespennestern: Unterschätzen Sie keinenfalls die Gefahr, die von einem agressiven Wespenvolk ausgehen kann. In einem Umkreis von bis zu vier Metern um das Nest herrscht eine erhöhte Verteidigungsbereitschaft der Insekten. Betreten Sie diesen Bereich...

  • bewegen Sie sich vorsichtig und ruhig, so, als ob Sie ein Vogelnest beobachten möchten
  • führen Sie keine hektischen Bewegungen aus 
  • vermeiden Sie Erschütterungen, bspw. durch Rasenmähen
  • hauchen Sie die Tiere nicht an, da das in der Ausatemluft enthaltene Kohnendioxid ein Warnsignal für Wespen darstellt

Insbesondere in Bezug auf das Nest sollten Sie:

  • nicht im Wespennest herumstochern
  • nicht versuchen, die Einfluglöcher des Nestes zu verstopfen
  • nicht versuchen, die Einflugschneise zum Nest zu blockieren
  • nicht mit Rauch oder ähnlichem versuchen, die Wespen zu vertreiben
  • niemals versuchen, die Wespen zu vergiften!

Sie wurden von einer Wespe gestochen?

Bitte bewahren Sie Ruhe! Wespen-, Hummel-, Hornissen- oder Bienenstiche unterscheiden sich dabei kaum in ihrer Wirkung. Sie alle sind zwar oft schmerzhaft, aber in der Regel nicht besonders gefährlich oder gar tödlich und bedürfen auch keiner gesonderten Therapie. Folgende Hausmittel können unterstützend bei der Genesung helfen:

  • Kühlen Sie die Einstichstelle mit einem Eisbeutel oder einem Kühlpad um den Schmerz bzw. Juckreiz zu lindern
  • Eine halbe Zwiebel auf der Einstichstelle kühlt ebenfalls und wirkt entzündungshemmend
  • Ein Umschlag mit kaltem Essig kühlt auch und wirkt auf das Gift neutralisierend

In der Regel klingen die Beschwerden nach 3 bis 4 Tagen vollständig ab. Sind Sie Allergiker, ist es ratsam, sich vor der Flugsaison von Ihrem Hausartz beraten zu lassen und auch immer ein Notfallset griffbereit zu haben. 

Gefahr bei Stichen im Mund-/Rachenraum sowie Atemnot oder Schwindel

Wurden Sie im Mund- oder Rachenraum gestochen und/oder treten kurz nach dem Stich Symptome wie Atemnot, Schwindel, Erbrechen oder Ohnmacht auf?

In diesen Fällen rufen Sie bitte unverzüglich die Notrufnummer 112 an!